Skip to main content
Projekt:Fachhochschule Köln - Campusneugestaltung
Ort:Köln
Projektgröße:
Auftraggeber:Fachhochschule Köln 
Status:Konzept

Aufgabenstellung

1. Das Planungsareal befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Fachhochschule Köln. Das Areal ist durch heterogene Bebauung geprägt, ein städtebauliches Grundkonzept ist nicht zu erkennen. Der Ort soll neu strukturiert und in einen städtebaulichen Kontext gesetzt werden. Als mögliche Nutzungen kommen Wohnungsbau, nicht störendes Gewerbe oder aber Einrichtungen für Forschung und Lehre in Frage.

2. Der Entwurf soll sich mit der Umgestaltung des öffentlichen Raums auseinandersetzen. Konkret geht es hierbei um den Bereich zwischen dem Fakultätsgebäude für Architektur der Fachhochschule Köln und dem internationalen Wissenschaftszentrum (IWZ). Aufgabe ist es die Nutzungsanforderungen für diesen Bereich zu formulieren und in ein schlüssiges Konzept zu übersetzen.

Konzeption und Umsetzung

1. Bei der städtebaulichen Bestandsanalyse fiel auf, dass die vorhandene Bebauung weder Bezug zur Nachbarbebauung nimmt, noch eine übergeordnete Bedeutung im Städtebaulichen Kontext aufweist. Daher bietet es sich an, sie auf die unmittelbar angrenzende Nachbarschaft zu beziehen und eine Fachhochschul-Erweiterung anzustreben. Der Entwurf greift vorhandene Sichtlinien und verbindet den alten und den neuen FH-Teil miteinander. Ein langgestreckter Baukörper trennt den öffentlichen Bereich  vom Campus-Gelände in Ost-West-Richtung. Durch 5 transparente Kuben (Arbeits- und Ausstellungsräume) zwischen angrenzender Bebauung und FH-Riegel wird der Zwischenraum als Übergangszone definiert. Die andere Sichtachse (Nord-Süd) bilden der Westliche Teil des neuen FH-Riegels und der vorhandenen Bibliothek. Aus der quadratischen Form der Bibliothek heraus entsteht eine Reihung dieses Motivs entlang der Sichtachse. Das Motiv tritt jedoch in abgewandelter Form (U-Form, Atrium-Form) auf. Der Kreuzungspunkt der beiden Hauptsichtachsen bildet das neue Zentrum des FH-Komplexes und den Eingang zur Parkanlage.

2. Durch intensive Analyse des Bestandes wurde festgestellt, dass sich an der zu planenden Stelle, auf Grund von fehlender Bebauung, keine wirkliche Platzsituation einstellt. Daher entwickelten wir fünf Kuben, die sich thematisch aus dem städtebaulichen Entwurf der FH Erweiterung ableiten. Sie beherbergen studentische Wohnungen und Arbeitsräume. Einer davon dient als Eingang zum FH-Campus und liegt am Anfang von einer der 3 Haupterschließungsachsen. Die Kuben sind ganz bewusst von einem 5cm tiefen Wasserbecken umgeben, denn so ist eine Sichtbeziehung zwischen Innen und Außen gegeben und dennoch besteht eine physische Grenze, die den Besucher durch den Eingang leiten soll. Der Platz ist ganz bewusst freigehalten, weil es eine solche Situation für Feste und Veranstaltungen an keiner Stelle im Campusgelände gibt.